"Exportpreis für Geigenbauer" Deutsche Handwerks-Zeitung

Exportpreis für Geigenbauer

Mittenwalder Handwerksbetrieb hat Kunden rund um den Globus

Der diesjährige Bayerische Exportpreis in der Kategorie Handwerk ging an die Firma Geigenbau Leonhardt im oberbayerischen Mittenwald. Vor 86 Jahren wurde das Unternehmen in dem Geigenbauort gegründet. In der inzwischen dritten Generation werden bis heute edelste Geigen, Bratschen, Celli und Kontrabässe hergestellt. Das Geheimnis des besonderen Klanges liege nicht nur in der perfekten handwerklichen Herstellung, sondern auch an den gut abgelagerten Fichten- und Ahorntonhölzern, die in der richtigen Mondphase geschlagen würden. Das hindere den Traditionsbetrieb nicht, auf die modernsten Vermarktungstechniken zu setzen: Egal ob Ebay, Onlineshop oder Facebook, Mr. Geigenbau 2.0 nutze sie alle, betonte Laudator Jürgen Schmid, der schwäbische Handwerkskammerpräsident. Da könne es schon mal vorkommen, dass ein "Facebook-Freund" aus Korea in den Flieger steige und eine Shopping-Tour nach Mittenwald unternehme. Die neuen Medien helfen so den traditionellen Produkten  zu weltweitem Einsatz. "Unser Preisträger schlägt damit den 'Geigen'-Bogen von seinem leidenschaftlich ausgeführten Traditionshandwerk zur Moderne und das weltweit", so Schmid.

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil erklärte bei der Preisverleihung, die Preisträger  hätten ein sicheres Gespür für neue Märkte bewiesen und mit Ideenreichtum und Mut herausragende Exporterfolge erzielt. "Ihre außerordentlichen Exportleistungen stärken nicht nur den Ruf Bayerns im Ausland. Sie sind auch ein ermutigendes Signal an andere Unternehmen im Freistaat, diesem Beispiel zu folgen und ebenfalls Ihre Chancen auf den Weltmärkten zu suchen", unterstrich der Minister.

(Deutsche Handwerks-Zeitung, Ausgabe 23 - 07. Dezember 2012)

 

Go back